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Miyavi hatte im Alter von 17 Jahren einen sogenannten Senpai, der einiges in Miyavis Leben beeinflusst hat.

Allgemeine Begriffsklärung

Als Senpai lässt sich im japanischen jemand beschreiben, der für einen so etwas wie eine Mentorrolle einnimmt. In der Schule kann das ein älterer Schüler sein, in der Freizeit kann es aber auch jemand sein, der länger in einer bestimmten Gruppe ist als man selbst. Dieser Begriff wird überall da verwendet, wo Japaner in hierarchischen Gruppen zusammenkommen, also in der Schule, an der Universität, innerhalb der Abteilung einer Firma oder im Sportverein.

Miyavis Senpai

In seiner Jugendzeit hatte Miyavi einen solchen Senpai, dessen Name jedoch nicht bekannt ist. Miyavi sprach u.a. im Ramen eines Interviews mit FREEWORLD über ihn. Er war selbst in einer eigenen Band gewesen.

Als Miyavi sich mehr und mehr der Gitarre widmete und von der Schule abging, ging er öfters auch in Clubs. Er beschreibt, dass es zu der Zeit eine Musikszene gab, „Jap Core“ in den Clubs genannt, und führt Fandango in Juso, Osaka an (einen Club). Zu der Zeit traten Bands wie "R.O.M" auf und laut Miyavi wurden Nageljacken getragen, außerdem sollen in den Clubs gefüllte Bierkästen in das Publikum geflogen sein, viele verletzten sich außerdem immer wieder bei Schlägereien. Miyavi hielt sich immer öfters in solchen Clubs auf.

Zu der Zeit lernte Miyavi dann seinen Senpai kennen, der auf ihn Acht gab. Er beschreibt ihn als jungen Mann mit Mohawk und ohne Augenbrauen, der jedoch sehr feinfühlig war, was Miyavi zu der Zeit überraschte, weil es neu für ihn war. Er brachte Miyavi viel bei, u.a. auch über die Musik.

Dann jedoch entwickelten sie sich, ohne das etwas vorgefallen war, auseinander.

Als Miyavi sich dachte, er hätte ihn schon eine Weile nicht mehr gesehen, erfuhr er, dass sein Senpai verstorben war. Miyavi beschrieb, dass er dies zuerst nicht fassen konnte, da ihm noch nie so etwas passiert war. Es war seine erste große Verlustserfahrung, da zu der Zeit auch seine Großeltern noch alle am Leben waren. Zu dem Zeitpunkt war er 17.

Sein Senpai verstarb mit nur 19 Jahren. Über seinen Tod sagt Miyavi aus, dass er einfach auf den Staßen von Hokkaido verstorben sei. Laut Miyavi sei zu der Zeit "viel Zeug passiert" und es gäbe unterschiedliche Versionen darüber, warum er verstarb.

Miyavi beschrieb seinen Verlust so: "Er war gegangen. Ich ging zur Totenwache, der Beerdigung, seinem Haus, und mir wurde klar, dass er gegangen war. Und ich weinte und weinte. Selbst ohne ihn war die Szene noch dieselbe, die Plätze an denen wir abhingen, alles war dasselbe. Aber ohne diese eine Person die nun fort war, sahen die Dinge komplett anders aus. Die ganze Szene sah anders aus. Ich begann zu denken, wenn ich hier bliebe, würde ich verrückt werden."

Einfluss auf Miyavi

Neben dem bereits oben benannten musikalischen Einfluss und der Verlusterfahrung, die Miyavi letztendlich durch seinen Tod machte, hatte dieser Senpai noch weiteren Einfluss auf ihn.

Zum Beispiel führt Miyavi den Tod seines Senpais auch dafür an, warum er nach Tokyo gegangen sei.

Außerdem ließ sich Miyavi zwei Tattoos stechen, zwei Zahlen, die im Bezug zu diesem Senpai stehen könnten, denn Miyavi erwähnte dazu im Tattoo Tribal Magazin : "Ich habe auch einige wenige Zahlen tätowiert. Die ersten die ich machen ließ waren die 4 und die 9. Ich habe sie mir machen lassen, weil es immer Unglückszahlen für mich waren. Als ich ein Teenager war, verstarb ein sehr guter Freund von mir, und ich ließ sie mir machen um mich selbst daran zu erinnern, dass ich alle Dinge akzeptieren muss die geschehen, selbst Tod und Unglück."

Da Miyavi nie über weitere Verluste in der Jugendzeit sprach als die seines Senpais, wird er in diesem Fall gemeint sein.